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Thu, 20/10/2005 - 12:00

Greenpeace fordert Urlaub für die Meere

Am 'Kühlregal' erfährt man unangenehme Neuigkeiten Bis zum 20. Oktober war die Greenpeace Ausstellung »Ferien für die Meere« im Chemnitzer Kulturkaufhaus DAS Tietz zu erleben. Sie informierte über die Situation der Fischbestände in der Nordsee. Die derzeitige Lage ist alarmierend, denn der überwiegende Teil der Speisefischarten ist akut bedroht. Durch die industrielle Befischung werden mehr Fische gefangen, als nachkommen können. Wenn keine Schonzeit und großflächige Meeresschutzgebiete durchgesetzt werden, könnten die meisten Fischarten schon bald aus den hiesigen Kühlregalen verschwunden sein.

Ein Besucher lauscht den Klängen des Meeres - und dem Lärm moderner Schifffahrt »Diese Ausstellung zeigt sehr anschaulich, wie weit die Überfischung bereits fortgeschritten ist. Der Besucher findet Verpackungen von Fischgerichten vor und erfährt, wie wenige Exemplare es von dieser oder jener Art noch gibt. Praxisnäher geht es nicht." urteilte Torsten Mayer von der Greenpeace Gruppe Chemnitz. Doch er ist zuversichtlich: »Andererseits ist es einfach, die Verhältnisse zu ändern: Es dürfte doch wohl jedem einleuchten, dass Fangverbote unabdingbar sind. Auch der Industrie, denn die will auch in Zukunft Fisch verkaufen.«.

Lediglich Hering, Makrele und Seelachs/Köhler sind neben den heimischen Süßwasserfischen Karpfen und Regebogenforelle noch akzeptabel und sollten daher gekauft werden. Alaska-Seelachs, Rotbarsch oder Scholle sollten hingegen nicht mehr in den Einkaufskorb wandern.

Die Ausstellung wurde bereits von zahlreichen Schulklassen besucht Neben den Exponaten der Ausstellung fanden die Besucher zahlreiche Informationsbroschüren, u.a. das Faltblatt „Fisch & Facts“, womit der Verbraucher eine übersichtliche Zusammenfassung für seinen nächsten Einkauf an die Hand bekam.

Weitere Informationen finden Sie bei Greenpeace Deutschland.