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Sun, 03/06/2012 - 18:59

Radeln gegen Massentierhaltung

Plakat der Demo Heute beteiligen sich Aktive von Greenpeace Chemnitz gemeinsam mit zahlreichen anderen Initiativen sowie Bürgerinnen und Bürgern an einer Radtour gegen Massentierhaltung. Anlass war das Nachhaltigkeitswochenende der Chemnitzer Initiative Umweltzung. Zum Auftakt, pünktlich um 10:00 Uhr, waren auf dem Chemnitzer Markt eine Reihe von Redebeiträgen zu vernehmen, versüßt von den veganen Leckereien der Tierrechts-Aktionsgruppe Chemnitz. Danach ging es über eine Schleife um die Innenstadt über die Zwickauer und die Oberfrohnaher Straße auf den Zeltplatz Rabenstein.

Neben der moralisch-ethischen Problematik von industrieller Massentierhaltung und "Qualzucht", die hier angesprochen werden, werden auch auf die ökologischen Konsequenzen hingewiesen. So ist unsere Gier nach immer billigeren tierischen Produkten ist eine der größten Quellen von Treibhausgasen wie Methan und CO2. Die Aufzucht so genannter Nutztiere in den Industrieländern basiert mittlerweile auf einem weltweiten Handel von Futtermitteln zu möglichst niedrigen Preisen. Das bedeutet, es brennen riesige Urwaldflächen, um Platz zu schaffen für die Produktion des begehrten Sojaschrots, eines proteinreichen Beifutters.

Aktive von Greenpeace Chemnitze auf der AuftaktkundgebungHinzu kommen eine ganze Reihe von Problemen, die in einer artgerechten Tierhaltung nicht auftreten: Die weit verbreitete und oft standardisierte Gabe von Antibiotika, Abfallprodukten oder Hormonen etwa oder die mittlerweile in regelmäßigen Abständen Abständen auftretenden Tierseuchen. Diese sind dann häufig verbunden mit Gefahren für die Verbraucherinnen und Verbraucher, Massenschlachtungen in den betroffenen Regionen sowie teils mit ruinösen Folgen für die Landwirte.

Aus diesen und anderen Gründen fordert Greenpeace ein Umdenken und die Rückkehr zu einer nachhaltigen Landwirtschaft mit einer artgerechten Tierhaltung.