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Thu, 22/10/2020 - 10:24

Protest gegen Billigfleisch und für eine bessere Tierhaltung

3 Greenpeace-Aktive der Ortsgruppe Chemnitz stehen mit Schweinemasken vor dem REWE mit dem Plakat "Billigfleisch ist ein kankes System!" Nahaufname eines Greenpeace-Aktiven der Ortsgruppe Chemnitz mit Schweinmaske vor dem Discounter ALDI Greenpeace-Aktiver der Ortsgruppe Chemnitz hält unterschriebene Protestkarten hoch. Daneben steht eine Greenpeace-Aktive mit Schweinmasken und Daumen hoch.

"Billigfleisch ist ein krankes System!"

Mit diesem Banner standen wir am Samstag, den 17.10.2020 in Chemnitz vor den Supermärkten REWE und ALDI am Wall 1, 09111 Chemnitz und protestierten gegen Billigfleisch und für eine bessere Tierhaltung. Wer sich für weniger Tierleid und bessere Fleischprodukte im Kühlregal einsetzen möchte, konnte am Greenpeace-Infostand eine Protestkarte an die Marktleitung eines Supermarktes ausfüllen. Einheitlich gekleidet und mit stilisierten Schweinemasken mit Barcode-Clip haben wir die Ausbeutung von Menschen, Tieren und Umwelt durch die fatale Billigfleischpolitik von Supermärkten aufmerksam gemacht. Der Aktionstag fand gleichzeitig in mehr als 50 deutschen Städten statt. Anlass ist eine veröffentlichte Supermarkt-Abfrage von Greenpeace zu den Frischfleisch-Eigenmarken der Supermarktketten Aldi Nord, Aldi Süd, Edeka, Kaufland, Lidl, Netto, Penny und Rewe. (Report: www.greenpeace.de/abfrage-fleischsortiment) Das Ergebnis: Rund 90 Prozent stammt von Schweinen, Rindern oder Hühnern, die unter qualvollen und häufig gesetzeswidrigen Bedingungen gehalten wurden – im Handel gekennzeichnet als Haltungsformen 1 und 2.

Dahinter steckt ein industrialisiertes System, das Menschen und Tiere ausbeutet, für das der Amazonas brennt, das das Klima aufheizt und unsere Lebensgrundlagen zerstört. 

Das kannst du tun, um das dieses System Billigfleisch zu stoppen:

- Meide tierische Produkte wenn es dann doch mal Fleisch sein soll, greife mindestens zu Haltungsstufe 3, am besten 4 .

- Unterschreibe hier den offenen Brief an Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner unter https://linktr.ee/greenpeace_de  und fordere mit uns ein Ende dieser Misstände!

Du fragst dich was die verschiedenen Haltungsstufen aussagen?
Haltungsformen 1 und 2 - "Stallhaltung" und "Stallhaltung Plus": Die Tiere leiden hierbei besonders, da sie auf engem Raum und Spaltenböden leben müssen. So können die sauberern TTiere ihren Liege-Bereich nicht vom Kot-Bereich trennen. Hinzu werden den Ferkeln die Ringelschwänzchen abgeschnitten und männlice Ferkel betäubungslos kastriert, während ihre Mütter in engen Kastenständen ausharren müssen.
Haltungsform 3 - Außenklima: Mehr Platz, offenes Stall-System, Stroh und Dusche
Haltungsform 4 - Premium: Genügend PLatz, Beschäftigungsmaterial und Auslauf 

Hast du noch weitere Fragen zum Thema Billigfleisch und Tierhaltung oder unserer Aktion? Schreib uns gerne unter: info@greenpeace-chemnitz.de