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Wald

Schutz der Urwälder

Artenvielfalt

Kaum ein anderes Ökosystem ist so bedeutsam für die Fortexistenz der Artenvielfalt auf unserem Planeten wie der Wald. Bäume prägen wie kaum ein anderes Lebewesen - den Mensch einmal ausgenommen - ihre Umwelt und ihren Lebensraum. Nicht nur, dass in Wäldern ein Großteil des für unser Überleben notwendigen Sauerstoffs produziert wird. Daneben sind ausgedehnte Wälder in der Lage, zumindest einen Teil des Treibhausgases CO2 zu binden und spielen eine maßgebliche Rolle in regionalen Wasserkreisläufen.

Unberührte und zusammenhängende Wälder sind zudem Lebensraum und Lebensgrundlage für mehr als zwei Drittel aller landlebenden Tier- und Pflanzenarten. Auch Millionen von Ureinwohnern hängen in ihren angestammten Territorien vital vom Erhalt der Wälder ab. Um diese reiche Biodiversität auch zukünftigen Generationen zu erhalten, zielen die Kampagnen von Greenpeace auf diesem Gebiet vor allem auf den Schutz der letzten verbliebenen zusammenhängenden Urwaldgebiete der Erde. Dies ist bitter nötig: Mehr als die Hälfte des nach Deutschland importierten Tropenholzes stammt aus illegalem Einschlag. In einzelnen Holz- und Zellstoff exportierenden Ländern kann sogar bei 80% der Holzprodukte von illegaler Herkunft ausgegangen werden.

Die Arbeit unserer AG

  • Eintreten für eine nachhaltige Nutzung des wertvollen nachwachsenden Rohstoffes Holz in zertifiziert ökologischer Forstwirtschaft wie sie durch Siegel wie FSC Forest Stewardship Council oder Naturland garantiert wird.
  • Zertifizierung von Chemnitzer Schulen als "Schulen für den Urwald". Mit dieser durch uns überwachten Selbstverpflichtung der Schule stellt diese ihren Einkauf im Bereich Holz (etwa Schulmöbel, Sportgeräte oder bei Baumaßnahmen) und Papier auf urwaldfreundliche Produkte um. Dies umfasst Recyclingprodukte ebenso wie Holz aus ökologischer Waldnutzung mit glaubwürdigem Siegel.
  • Kampagne für die Verwendung von Recyclingpapier oder in begründeten Fällen FSC-Papier in Verwaltung und den Einrichtungen der Stadt Chemnitz .

Das können Sie tun

  • Nutzen Sie Mehrweg- statt Wegwerfprodukte! – Die ökonomischen wie ökologischen Potentiale sind enorm - beispielsweise ersetzen 10 Stofftaschentücher ganze 3.000 Papiertaschentücher. Wie wäre es mit einer klassischen Brotdose anstelle von Butterbrot- oder gar Aluminiumfolie?
  • CopyRight! – Recyclingpapiere für Drucker und Kopierer haben die Kinderkrankheiten der 1980-er Jahre endgültig abgestreift. Führende Unternehmen verwenden sie seit Jahren erfolgreich und unabhängige Tests belegen: Sie sind Papieren aus Frischfasern mindestens ebenbürtig. Aber sie können noch mehr: Sie sparen Energie (und damit CO2), Wasser, Holz und damit Geld. Warum also noch mit Gewissensbissen unruhig schlafen?
  • Verwenden Sie Recycling-Hygienepapiere! – Bei Toilettenpapier, Taschentüchern, Küchenpapier und dergleichen haben Recyclingprodukte eine hochwertige Qualität bei vergleichbarem Preis erreicht. Wem kann da noch der Urwald 'am Arsch vorbei gehen'?

 Recycling, für ein sauberes Geschäft!

  • Achten Sie beim Kauf von Holz und Möbeln auf Holz aus ökologischer Forstwirtschaft. Dafür garantieren Siegel wie das international anerkannte FSC-Zertifikat oder das Naturland-Zertifikat.
  • Beteiligen Sie sich an Greenpeace Protestaktionen und informieren Sie sich über den aktuellen Kampagnenfortschritt!
  • Unterstützen Sie Greenpeace finanziell! Werden Sie Fördermitglied oder spenden Sie online!

Beispiele bisheriger Aktionen

  • Kampagne "CopyRight!" für die Verwendung von Recyclingpapier in Unternehmen, Institutionen, Schulen und vor allem durch die Stadtverwaltung Chemnitz
  • Aktion gegen die Zerstörung finnischer Urwälder
  • "Schule für den Urwald" – Zertifizierung des Chemnitzer Karl-Schmidt-Rottluff-Gymnasiums als "Urwaldfreie Schule" Bericht von der feierlichen Übergabe des Zertifikats

Weiterführende Links

Urwaldschutzstation setzt Grenzen

Greenpeace errichtete im März 2005 inmitten eines vom Kahlschlag bedrohten Urwaldes in der nordfinnischen Region Inari eine Urwaldschutzstation. Bei Temperaturen bis zu minus 30 Grad diente sie Greenpeace-Aktivisten aus mehreren europäischen Ländern als Basislager. Von hier aus fand gemeinsam mit den Sami die Überwachung und Markierung der Urwälder statt. Als Folge darauf stoppte der staatliche Forstbetrieb, den Holzeinschlag bis Anfang August in den von Greenpeace geforderten Gebieten. Auch das UN-Komitee für Menschenrechte hat Finnland dazu aufgerufen, den Einschlag im Gebiet der Sami einzustellen, bis die Landrechtsfrage geklärt ist.

Urwaldpostamt

Das Urwaldpostamt, ein Projekt der Greenpeace Gruppen, gibt Menschen zu jeder Zeit und jeden Orts die Möglichkeit, sich gemeinsam mit Greenpeace für die Einrichtung eines globalen Netzwerkes von Schutzgebieten einzusetzen.

Wald und Klimaschutz (externer Presseartikel)

Sigmar Gabriel, SPD, Bundesumweltminister: "Die preiswerteste Form, übrigens auch die einfachste Form das Klima zu schützen, ist die Entwaldung zu stoppen und Wiederaufforstung durchzuführen." Illegales Abholzen mit Brandrodung ist der zweitgrößte Klimakiller. 18 Prozent des vom Menschen produzierten Kohlendioxids wird durch die illegale Entwaldung produziert. Das ist mehr als doppelt so viel wie zum Beispiel durch weltweite Heizenergie und mehr als der weltweite Autoverkehr. Quelle: Nachrichtenmagazin Monitor, WDR